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150 Jahre Schreinerei Kindler

150 Jahre Liebe zur Qualität

Die Schreinerei Karl Kindler feiert Jubiläum Bad Breisig. In der Schreinerei Karl Kindler herrscht geschäftiges Treiben – allerdings nicht wie üblich an Werkbank und Säge. Statt Holz zu bearbeiten, wird gefegt, ein Rednerpult aufgebaut, die Stühle werden ausgerichtet. Wo sonst elf Mitarbeiter hobeln, sägen und montieren, bereitet man sich heute auf ein besonderes Ereignis vor: Die Schreinerei feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Seit 1875 ist das Unternehmen mit Sitz in Bad Breisig aktiv – heute bereits in fünfter Generation. „Man sagt, die Kindlers haben Holz im Blut“, schmunzelt Stephan Kindler, der den Familienbetrieb seit genau 20 Jahren führt. „Wir können die Schreinertradition unserer Familie rund 300 Jahre zurückverfolgen.“ Begründet wurde die „Schreinerdynastie“ von Anton Alois Kindler, der sich mit 27 Jahren als Schreinermeister in der Schmittgasse selbstständig machte. 

Mit der Gründung seiner eigenen Werkstatt legte er den Grundstein für eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Sein Sohn Anton Josef Kindler führte den Betrieb weiter und verlegte ihn in die Biergasse, wo die Schreinerei über ein Jahrhundert lang – bis 1998 – beheimatet war. Dessen Sohn Karl, der dem Unternehmen schließlich seinen heutigen Namen gab, blieb dem Handwerk bis ins hohe Alter treu. Noch mit 94 Jahren stand er an der Hobelbank und übernahm leichtere Arbeiten. In der nächsten Generation erweiterte Herbert Kindler das Leistungsspektrum des Betriebs erheblich. 1998 erfolgte schließlich der Umzug in die Koblenzer Straße, wo eine großzügige Produktionshalle neue Möglichkeiten eröffnete.

2005 übernahm Stephan Kindler den Betrieb – und führt ihn seither mit Weitblick und Leidenschaft. „Auf eine so lange Familientradition aufbauen zu dürfen, ist ein großes Privileg – aber auch eine Verpflichtung“, betont Stephan Kindler. „Denn aus dieser Geschichte erwächst ein hoher Qualitätsanspruch. Und dem wollen wir jeden Tag gerecht werden.“ Dieses Selbstverständnis fasst der heutige Firmenchef in einem einfachen Satz zusammen: „150 Jahre Liebe zur Qualität.“ Viele der überlieferten Techniken und Kniffe wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Doch Kindler weiß: Qualität entsteht nicht nur durch Tradition, sondern auch durch ein starkes Team. Heute beschäftigt das Unternehmen zwei Schreinermeister, drei Gesellen und bildet sechs Nachwuchskräfte aus – ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Handwerks. Auch technisch ist die Schreinerei auf dem neuesten Stand. Mit einer modernen, computergesteuerten CNC-Fräse können selbst komplexe, dreidimensionale Kundenwünsche realisiert werden. 

„Unsere Kunden suchen oft das Besondere – Dinge, die es nicht von der Stange gibt. Dafür sind wir bestens ausgestattet“, sagt Kindler. Neben Privatkundschaft zählen längst auch Unternehmen, Kirchen, Gastronomen und Hotels zum festen Kundenkreis. Die Schreinerei ist breit aufgestellt: Vom hochwertigen Möbelbau über individuelle Küchenfertigung bis hin zu Fenstern und Türen bietet sie maßgeschneiderte Lösungen. Planung, Produktion und fachgerechter Einbau – alles aus einer Hand. Doch Stephan Kindler ruht sich nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit aus: „Wir leben von der Zufriedenheit unserer Kunden – egal, ob wir einen Rollladen reparieren, Fenster einbauen oder maßgefertigte Möbel liefern. Unsere Kunden sollen spüren: Was den Namen Kindler trägt, ist mit Sorgfalt und Liebe gemacht.“ Vielleicht liegt genau darin das Erfolgsgeheimnis des traditionsreichen Betriebs. 

Denn wer sich 150 Jahre am Markt behaupten kann, muss vieles richtig gemacht haben. Und das erklärt wohl auch, warum sich am heutigen Samstag zahlreiche Gäste – darunter auch prominente Vertreter aus Politik und Gesellschaft – zum Jubiläumsempfang in der Schreinerei Karl Kindler eingefunden haben.

Stephan Kindler